4. September 2006

Wann ist ein Text wirklich gut?

Schreiben kann jeder. Zumindest in unseren Breitengraden fast jeder.

Doch wie gut sind meine Texte wirklich? Diese Fragen stellen sich sogar gestandene Texterinnen und Texter.

Rasch geht jeweils die Diskussion in eine Richtung: «Was ist überhaupt ein guter Text?».

Sicher kann man darüber streiten, doch gibt es Kriterien, die allgemein anerkannt sind:

  • Ist der Text verständlich?
  • Ist er fehlerfrei?
  • Ist der Text solide, kohärent und stimmig?
  • Ist er (überwiegend) floskelfrei?
  • Stimmen die «sprachlichen Bilder»?
  • Wird die Tonalität dem Zielpublikum und dem Absender gerecht?
  • Ist der Text dem Medium und dem Informationsziel entsprechend strukturiert?
In der Schweiz gibt es ein Gütesiegel für professionelle Texterinnen und Texter, das Berufsregister von script, dem Schweizer Texterinnen und Texterverband.

Das Berufsregister ist gegenwärtig ein ziemlich exklusiver Club: Nur gerade 17 Texterinnen und Texter dürfen gegenwärtig diesen Titel tragen. Ich bin einer von ihnen.

Warum nur so wenige?

Leider scheinen sich viele Berufskollegen nicht wirklich darum zu kümmern.

Oder ist es vielleicht die Angst, dass man durchfallen könnte? Zugegeben, die Aufnahmebedingungen sind hart: Nicht mal die Hälfte der eingereichten Dossiers hält im Durchschnitt der Prüfung stand.

Darum biete ich im Rahmen eines scriptERFA einen Textcheck an: «Ist mein Text BR-würdig?» am Donnerstag 28. September in Zürich.

(Potenziellen) BR-Kandidaten bietet das ERFA zwei Wochen vor Einreichungstermin für die aktuelle Zertifizierungsrunde die Möglichkeit, ihre Texte durchleuchten zu lassen. Anschliessend bleibt genügend Zeit, um das Dossier zu verbessern.

Eingeladen sind aber auch alle, die ihre Texte der Analyse ihrer Kolleginnen und Kollegen aussetzen wollen.

Ich hoffe auf viele Teilnehmer.

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