12. Januar 2007

Was Leser lesen wollen

Vor wenigen Tagen habe ich darüber berichtet, wie die ReaderScan-Methode aufgezeigt hat, warum Leserinnen und Leser aus einem Text aussteigen. Damals beschränkte ich mich auf sprachliche Ergebnisse.

Die Analyse bei der «Mainpost» hat vor allem aber auch inhaltliche Erkenntnisse geliefert.

Obwohl die «Mainpost» eine Regionalzeitung ist, sind einige der Punkte auch für das Corporate Publishing, etwa für Kundenmagazine oder Mitarbeiterzeitschriften, relevant.

Man muss sie nur auf die jeweiligen Zielgruppen übertragen

Hier die elf Erkenntnisse (zusammengefasst in der aktuellen Journalisten-Werkstatt):
  1. Worüber man spricht, darüber liest man gerne (z.B. Wetter, Erfolge oder Unglücksfälle).
  2. Menschen (vor allem Prominente) und Menschliches ziehen Leser an.
  3. Beliebte TV-Sendungen behalten ihre Beliebtheit in der Zeitung.
  4. Tierschicksale rühren Menschen an.
  5. Mut zu kritischer und frecher Berichterstattung wird belohnt.
  6. Gut gemachte Reportagen und Features sind auch für Leser Königsdisziplinen.
  7. Das Thema entscheidet über Nutzung eines Beitrages stärker, als es der Autor vermag.
  8. Zu lange Strecken mit belanglosen Inhalten machen die Zeitung belanglos.
  9. An spannenden Themen konsequent dranblieben, mindestens solange die Spannung anhält.
  10. Überschriften sollen gleich erkennen lassen, worum es im Beitrag geht.
  11. Bilder, die mit Überschriften korrespondieren, ziehen Leser auf die Seite.
Zur Erinnerung: Die Journalisten-Werkstatt «Quotenkiller Print» ist erschienen als Beilage der Dezember/Januar-Ausgabe des «Schweizer Journalist», einzeln hier zu bestellen (scrollen, direkter Link leider nicht möglich) oder per Mail vertrieb@oberauer.com.

Technorati Tags: ,

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Links zu diesem Post:

Link erstellen

<< Home