23. Januar 2007

Zeit nehmen sich andere - das Geld kriege ich

Ok, es mag kleinlich wirken, wenn ein Texter auf der Gross- und Kleinschreibung rumreitet.

Trotzdem:

Anzeige GE Money Bank

Wir analysieren:

Fürs Gespräch nehmen sie sich Zeit = sie, die anderen, nehmen sich Zeit (nicht wir, die GE Money Bank. Auch nicht ich, der Kunde, der sich mit Sie angesprochen fühlen würde).

Bargeld für Sie = Die Kohle kriege trotzdem ich.

Ist zwar aus Sicht des Kunden ganz schön, dass man das Geld ohne irgendwelchen Aufwand kriegt. Lässt aber nicht gerade auf eine umfassende Beratung schliessen.


Nachtrag am 31. 1.: Dank dem Reklame-Blog und einem anonymen Kommentator weiss ich jetzt, dass die Anzeige als Testimonial gedacht war. Wenn der Satz von der Kundin gesprochen wird, stimmt er natürlich.

Warum ich nicht darauf gekommen bin, dass das ein Testimonial sein soll, steht in den Kommentaren dort und hier.

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4 Kommentare:

Blogger The Wolfmother Wallpaper sagt...

Ich mag dein Blog :-)

Interessant, spannend und anregend. Bei dir macht Lesen Spaß!

Und danke für den Tipp mit dem Marriot-Blog. Finde ich toll, dass der Chef selbst schreibt.

24.01.07 14:15  
Blogger Patrick Zoll sagt...

Danke fürs Kompliment.

Für alle, die behaupten, in Blogs gäbe es nur belangloses zu lesen, verweise ich in meinen Posts immer wieder auf einzelne Perlen. Der Marriot-Blog könnte so eine Perle werden - time will tell.

25.01.07 08:56  
Anonymous Anonym sagt...

Ich verstehe nicht, was Du bemängelst:

Die Bank druckt ein Kundentestimonial, in dem es heisst, dass die Bank (sie) sich Zeit für die Beratung nimmt. Zweitens druckt die Bank eine Ansprache an den Leser (Sie) - wo ist der Fehler?

27.01.07 11:08  
Blogger Patrick Zoll sagt...

Hallo anonymer Kritiker

Du könntest Recht haben. Aber das wird aus der Gestaltung überhaupt nicht ersichtlich.

Hilfreich wäre, wenn zumindest die Aussage der Kundin in Anführungszeichen gesetzt würde.

Auch müsste die Zeile "Kredite für jede Lebenssituation, flexibel und unkompliziert" - die zwischen dem "Testimonial" und dem Bild der "Kundin" steht - anders plaziert werden. Jetzt ist die Distanz zu gross, damit man den Text zweifelsfrei dem Bild zuordnet.

Ich setze "Kundin" und "Testimonial" in Anführungszeichen, weil das alles sehr künstlich daherkommt. Es besteht der Verdacht, dass das kein echtes, sondern ein gefälschtes Testimonial ist. Warum hat die Dame denn keinen Namen?

27.01.07 12:27  

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