Shownotes zu PodTalk Nr. 5: Acoustic Identity und Podcasts
- Die Acoustic Identity umfasst die ganze akustische Identität eines Unternehmens also Klänge, Geräusche und Stimme. [01:32]
- Acoustic Identity ist mehr als bloss ein Jingle, eine werberische Form, die von der Ästhetik her etwas überholt ist. Subtiler sind zum Beispiel Funktionsklänge. [02:25]
- Die Hauptelemente einer Acoustic Identity sind Stimmen, Soundscapes und Musik. [03:13]
- In der Schweiz hat die Swisscom eine First-Mover-Rolle. Das einfache Signal kann sowohl in Musik aufgelöst werden, reduziert eingesetzt werden, als Telefonweckdienst. Die meisten Schweizer erkennen dieses Signal. Auch die Swisscom könnte weiter gehen. [03:35]
- Telekommunikationsunternehmen sind führend, denn sie haben einen multimedialen Anspruch. Die privatisierten Ex-Monopole mussten sich grundlegende Fragen zur Identität stellen: «Wie sehen wir aus?» aber auch «Wie klingen wir?» [04:34]
- Die Hörkultur wird in Unternehmen wie in Gesellschaft allgemein vernachlässigt. Niemand ist in Unternehmen für Audio zuständig, es gibt keine Regeln. [05:33] Das ergibt Chancen für spielerische Versuche – Podcasting ist noch ein spielerisches Medium. [06:26]
- Ich sehe Podcasting vor allem als PR-Medium, es gibt aber auch gute Beispiele für Unterhaltung (BMW, Mercedes). Gut geeignet sind auch Interviews. Durch Podcasts ist eine enge Verbindung zum Unternehmen möglich: Der CEO ist in meinem Auto, auf meinem Handy… [07:14] Podcasting ist ein PR-Medium weil PR Vertrauen und Bindung auf allen Ebenen schaffen will. Das ist die Hauptchance von Podcasts. [08:02]
- Man kann auch ohne Acoustic Identity einen guten Podcast machen. Wenn man die Kernwerte der Marke auf allen Schnittstellen transportieren will, gehört der Audio-Bereich dazu. Vor allem auch weil er stark emotionalisiert. [08:36]
- Bestehende akustische Elemente aus Werbung, Telefonwarteschleife etc. können auch in Podcasts verwendet werden, wenn es passt. Ich plädiere aber dafür, dass man die akustischen Elemente bündelt. Häufig wird viel produziert, aber nicht gebündelt. So verschenkt man sich die Möglichkeit, eine Markenwelt zu erarbeiten. Denn dazu müssen Kernelemente immer wieder verwendet werden. [09:45]
- Eine Acoustic Identity mit den Kernwerten der Marke ist eine Sound-Rezeptur, die auf zahlreiche Anwendungen und Medien angepasst wird. [11:27]
- Eine Acoustic Identity entsteht ähnlich wie ein Corporate Design. Evaluation steht am Anfang, Kernwerte werden herausdestilliert… So kann man ins Briefing gehen. Je mehr Klarheit hier besteht, desto weniger Missverständnisse entstehen dann im Alltag. [12:09]
- Musik lässt sich zwar nicht zu 100 Prozent systematisieren. Doch gute Komponisten können aufgrund dieser Profile eine akustische Umsetzung machen. [13:21]
- Acoustic Identity setzt sich langsam durch, denn es gibt bekannte, überzeugende Beispiele wie etwa Intel. Die Umsetzung fehlt noch, dazu braucht es viel Zeit. [13:50]
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