29. November 2007

Cicero Nr. 57937 gehört mir

Individualisierte Drucksachen sind nichts Neues. Doch die Grössenordnung, in der das Magazin Cicero Individualisierung einsetzt, ist aussergewöhnlich: Die 160'000 Titelbilder der Dezember-Ausgabe 2007 sind jeweils einmalig.

Besonders gelungen finde ich, dass die Individualisierung nicht einfach ein Gag ist. Cicero unterstreicht damit die Aussage der Titelgeschichte über die Bilder des Jahres: Jedes der 160'000 vorliegenden Bilder ist einmalig, jedes ist wert, veröffentlicht zu werden.

Ich habe Exemplar 57'937 erhalten, das so aussieht:

Cover Nr. 57937 von Cicero 12/2007

Die anderen 159'999 sind bei Cicero online zu sehen.

Cicero zeigt auch auf, wie sich eine solche Aktion finanzieren lässt: Indem man einem werbenden Unternehmen die Möglichkeit gibt, auf dem Backcover eine individualisierte Anzeite zu gestalten. So kam es zu 160'000 unterschiedlichen BMW-Anzeigen.

Und natürlich gehört es im Zeitalter des Web 2.0 dazu, die Leser miteinzbeziehen. So kann man für 15 Euro ein Magazin mit seinem persönlichen Bild bestellen.

Insgesamt eine gut durchdachte und sauber ausgeführte Aktion. Im Corporate Publishing gäbe es für dieses Konzept unzählige spannende Anwendungen. Bin gespannt, wer was draus macht.

Technorati Tags: , ,

27. November 2007

Welche Inhalte eignen sich für Corporate Podcasting?

Im vierten Teil der Ergebnisse der Umfrage «Podcasting in der integrierten Unternehmenskommunikation - Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» sehen wir:
  • Welche Zielgruppen Corporate Podcaster ansprechen und welche Ziele sie mit Podcasting erreichen wollen.
  • Aus welchen Quellen Inhalte stammen, die in Podcasts zweitverwertet werden.
  • Welche Inhalte Podcast-Hörer suchen und wie Unternehmen hörergerechte Inhale bieten können.
Die Wahl der Inhalte hängt starkt von der Zielgruppe ab. Die meisten Corporate Podcasts in Deutschland, Österreich und der Schweiz richten sich an mehrere Zielgruppen gleichzeitig. Dass die Kunden bei drei Viertel der Podcasts im Zentrum stehen, ist wenig erstaunlich. Gut die Hälfte aller Podcasts haben auch die Mitarbeiter zur Zielgruppe - externe Kommunikation ist immer auch interne Kommunikation.

Podcasts an Vertriebspartner teilweise öffentlich

Die Hälfte der Corporate Podcasts richtet sich auch an Geschäftspartner. Dabei werden zwei verschiedene Verteilwege genutzt: Öffentlich zugänglich über das Internet oder über ein geschlossenes Intranet oder Extranet. Swiss Life Deutschland geht mit dem «Swiss Life Podcast» den ersten Weg. Obwohl an Versicherungsmakler - und damit klar an ein Fachpublikum - gerichtet, erreicht der Video-Podcast dadurch auch andere Interessierte. Opel veröffentlicht seinen Verkäufer-Podcast hingegen nur in einem geschützten Bereich (Bericht über das Projekt in «Der Podcaster», Nr. 9, S. 7). So kann ein Unternehmen in seinem Podcast auch Themen aufgreifen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Man muss sich überlegen, ob sich sehr heterogene Zielgruppen überhaupt mit einem einzigen Podcast wirkungsvoll ansprechen lassen. BASF hat sich aus diesem Grund für die Aufteilung in zwei Podcasts entschieden: in den ausführlichen «Chemie der Innovationen» und den kurzen und knappen «Chemie Reporter» (Die Überlegungen dazu von Rainer Müller-Müffelmann, dem Verantwortlichen für Innovationskommunikation von BASF im PodTalk Nr. 3 [01:20]).

Welche Zielgruppen Corporate Podcaster ansprechen
Corporate-Podcast-Umfrage: Zelgruppen von Corporate Podcasts
Die Kunden stehen im Fokus der meisten analysierten Podcasts. Drei Viertel aller Corporate Podcaster haben sie im Visier (Mehrfachnennung möglich).


Zwei Ziele stehen beim Corporate Podcasting für die deutschen, österreichischen und Schweizer Unternehmen im Vordergrund:
  • Know-how-Vermittlung: Podcasts erlauben auch komplexere Argumentationslinien zu entwickeln ohne die journalistische Vereinfachung.
  • Imageförderung: Podcasting wird noch als innovativ wahrgenommen und transportiert Emotionen.
Rund die Hälfte aller Unternehmen sammeln gegenwärtig mit ihren Podcasts aber auch erst noch Erfahrungen. Das noch junge Medium bietet Raum für Experimente - die allerdings auch schief gehen können. Wenig glückliche Besipiele wie etwa die betterFLY-Podcasts von Lufthansa werden von der Fachpresse aufgespürt und ungnädig abgeurteilt (CPWISSEN vom 15. 01. 2007 oder 03. 06. 2007). Ein Podcast, der nicht jener Professionalität genügt, die ein Unternehmen für sich beansprucht, schadet unter Umständen mehr als er nützt. Für selbstgemachte Experimente bieten sich einzig interne Podcasts an, wo der Qualitätsanspruch tiefer liegen darf.

Welche Ziele Corporate Podcaster verfolgen
Corporate-Podcast-Umfrage: Die Ziele der Corporate Podcaster
Know-how-Vermittlung und Imageförderung stehen für die Corporate Podcaster im Vordergrund. Viele wollen auch erst einmal Erfahrungen mit dem Medium Podcast sammeln (Mehrfachnennung möglich).


Viele Unternehmen produzieren audio-visuelle Inhalte, wie TV- oder Radiospots, Corporate TV oder Radio, sie zeichnen Versammlungen, Medienkonferenzen oder Analysten-Gespräche auf und sie publizieren Corporate Publishing Produkte wie Kundenmagazine. Doch nur knapp ein Viertel der befragten Unternehmen verwertet solche Inhalte in Podcasts.

Der Grund ist einfach: Viele dieser Inhalte eignen sich nicht wirklich für Podcasts. Am ehesten geht das noch mit aufgezeichneten Medienkonferenzen etc., die sich dank einem RSS-Feed mit wenig Aufwand zu einer praktischen Dienstleistung für die Journalisten zusammenstellen lassen. Die Dresdner Bank bietet ein Beispiel für diesen Ansatz.


Aus welchen Quellen Inhalte für Corporate Podcasts zweitverwertet werden
Corporate-Podcast-Umfrage: Quellen von wiederverwerteten Inhalten
Wenn Inhalte für den Podcast aus bestehenden Quellen übernommen werden, so sind dies am häufigsten aufgezeichnete Versammlungen, Medienkonferenzen etc. oder das Corporate Publishing, etwa Kundenmagazine (Mehrfachnennung möglich).


Wer seine Zielgruppen definiert hat, fragt sich, was diese den hören oder sehen möchten. Die Podcaststudie 2007 des House of Research führt eine ganze Reihe von Themengebieten auf, in denen Unternehmen - je nach ihrem Tätigkeitsfeld - als kompetente und glaubwürdige Podcast-Sender auftreten können:
  • Technik / Computer / IT-News
  • Wissensendungen, Informationen aus der Wissenschaft
  • Sprachkurse
  • Reiseberichte / Reiseführer
  • Wirtschaftsnachrichten
Ein Bedürfnis decken Corporate Podcaster bisher noch zu wenig ab: Jenes nach Unterhaltung. Laut der 2. Podcast-Umfrage von Alex Wunschel suchen 86% der Hörer in Podcasts Unterhaltung - noch vor Informationen mit 82% und deutlich vor Weiterbildung mit 46%. Corporate Podcaster müssen verstärkt nicht nur die Köpfe sondern auch die Herzen der Hörer ansprechen. Ein gelungenes Beispiel ist die Bruno Bondi Show von Swisscom. Dass Unterhaltung aber nicht gleich Blödelei sein muss, zeigen die Mixed Tapes im Mercedes Benz Podcast.

Welche Inhalte die Hörer suchen
Corporate-Podcast-Umfrage: Inhalte welche die Podcast-Hörer nutzen
In Gebieten wie Technik / Computer / IT oder Wissenschaftsinformationen können sich Unternehmen als kompetente und glaubwürdige Sender positionieren. (Quelle: House of Research).


Im fünften Teil der Resultate der Online-Umfrage «Podcasting in der integrierten Unternehmenskommunikation - Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» zeige ich dann auf, wie aufwendig Corporate Podcasting ist und was es kostet.

Zurück zur Übersichtsseite der Umfrage-Resultate.

Technorati Tags: ,

23. November 2007

Ziel erreicht: MAS Communication Management

Höchste Zeit, neue Visitenkarten zu drucken. Seit gestern ist es offiziell, ich darf mich mit dem Titel «MAS Communication Management» schmücken. Mein Masterstudium habe ich erfolgreich hinter mich gebracht. Gestern abend hatten wir eine kleine Diplomfeier im Bourbaki-Panorama in Luzern.

Was mich ganz besonders freut: Für meine Diplomarbeit über «Podcasts in der integrieren Unternehmenskommunikation: Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» habe ich die Bestnote «hervorragend» erhalten. Der riesige Aufwand, der mit der Umfrage verbunden war, hat sich also gelohnt.

Amüsant finde ich, dass wir gleich zwei Zeugnisse bekommen. Die Schule ist gerade daran, sich umzubennen. Von Hochschule für Wirtschaft Luzern in Hochschule Luzern - Wirtschaft. Da aber das neue Papier noch nicht vorhanden ist, wurden uns die Diplome im alten Corporate Design überreicht. Sobald die Drucker bereit sind, folgt die neue Version.

Technorati Tags: ,

Ihr Schäfelein kommet

Heute in cash-daily auf S. 16:

Bilanz-Anzeige mit Schaefchen

Ziemlich entlarvend für uns Schweizer nach diesem weitherum bekannen Wahlplakat.

Damit ist der Bilanz-Ausgabe über die 300 Reichsten hohe Aufmerksamkeit garantiert.

Technorati Tags: ,

21. November 2007

Podcast-Präsentation an der HSA Luzern

Ich weiss, eigentlich sollte ich dringends weitermachen mit der Präsentation der Resultate meiner Podcast-Umfrage. Leider komme ich einfach nicht dazu.

Ein Grund von vielen ist die Präsentation, die ich heute an der HSA Luzern über Podcasting gehalten habe. Im ISA-Modul «Online Communities and Collaboration: Social Software» lernen die Teilnehmenden verschiedene Anwendungen des Web 2.0 kennen. Unter anderem auch Podcasts.

Die Präsentation - sie hat einen starken Fokus auf Beispiele - steht nun als PDF-Download bereit.

Technorati Tags: ,

18. November 2007

Bibliographie zu Podcasts in der Unternehmenskommunikation

Da anderswo viel zu viel läuft, komme ich mit dem Publizieren der Resultate meiner Diplomarbeit über Podcasts in der integrierten Unternehmenskommunikation nicht so rasch voran, wie gewünscht. Darum hier einmal vorab die Bibliographie.

  1. Beck et al. Services. (2007). Hörbare Wissensvermittlung im Pocket-Format. Online
  2. Beck et al. Services. (2007). Podcasting – eine wichtige Facette der Wissensvermittlung. Online
  3. Beck et al. Services. (2007). Sind wir alle Larry Kings? Online
  4. Bernays, L. (2007). Akustische Markenführung und die digitale Revuolution. In: Bronner K. / Hirt, R. (Hrsg.). Audio Branding. Entwicklung, Anwendung, Wirkung akustischer Identitäten in Werbung, Medien und Gesellschaft. 2. Nachdruck. München
  5. Bernet, M. (2006). Medienarbeit im Netz. Von E-Mail bis Weblog: Mehr Erfolg mit Online-PR. 1. Aufl. Zürich
  6. Bruhn, M. (2006). Integrierte Kommunikation. In: Schwarz, T. / Braun, G. Leitfaden Integrierte Kommunikation. Wie das Web 2.0 das Marketing revolutioniert. 1. Aufl. Waghäusel
  7. Colligan, P. / Mandossian, A. (2007). The Business Podcasting Bible. Wherever the Market is, I am…1.Aufl. Novato, CA, USA
  8. Content Crew (2007). Wie entsteht ein Podcast? Online-PDF
  9. Content Crew (2007). Wie höre ich Podcasts? Online-PDF
  10. Digitalklang.de (2007). Digitalklang Corporate Podcasting. Online-PDF
  11. Eck, K. (2007). Corporate Blogs. Unternehmen im Online-Dialog zum Kunden. 1. Aufl. Zürich
  12. Eimeren, B. van / Frees, B. (2007). ARD/ZDF-Online-Studie 2007. Internetnutzung zwischen Pragmatismus und YoutTube-Euphorie. In: Media Perspektiven, No. 8/2007, S. 362-378. Online-PDF
  13. Eugster, J. (2006). Die neue Welt der Podcasts. In. Marketing & Kommunikation, No. 1, Online
  14. Euler, M./Henn, H. (2007). Podcasting: Kommunikation, die bewegt. In: c’Mag Nr. 6, S.10-12. Online-PDF
  15. Gerhards, M. / Mende, A. (2007). ARD/ZDF-Offline-Studie 2007. Offliner 2007: Zunehmend distanzierter, aber gelassener Blick aufs Internet. In: Media Perspektiven, No. 8/2007, S. 379-392. Online-PDF
  16. Gronstedt, A. (2007). Podcasts für Mitarbeiter. In: Harvard Business Manager. No. 9/2007. S. 12. Online
  17. Gscheidle, C. / Fisch, M. (2007). ARD/ZDF-Online-Studie 2007. Onliner 2007: Das «Mitmach-Netz» im Breitbandzeitalter. In: Media Perspektiven, No. 8/2007, S. 379-392. Online-PDF
  18. Institut für Medien- und Kompetenzforschung. (2006). Weiterbildung und Digitales Lernen heute und in drei Jahren. MMB-Trendmonitor I / 2006. Essen. Online-PDF
  19. Institut für Medien- und Kompetenzforschung. (2007). Weiterbildung und Digitales Lernen heute und in drei Jahren. MMB-Trendmonitor I / 2007. Essen. Online-PDF
  20. Jacobsen, J. (2006). Podcasting für Unternehmen. In: Contentmanager.de. Online
  21. Mocigemba, D. (2006). Warum sie selber senden: Eine Typologie von Sendemodi im Podcasting. In: kommunikation@gesellschaft, 7. Jg. Online-PDF
  22. Mocigemba, D. / Riechmann, D. (2007). International Podcastersurvey: Podcasters – Whothey are. How and why they do it. Online-PDF
  23. Kunkel, N. (2006). CP macht mobil mit neuen Medien. In: Horizont, No. 26, S. 60
  24. Langer, U. (2006). Begehrt sein wie die Lieblingssendung. In: Media&Marketing No. 7. S. 24-25. Online-PDF
  25. Langer, U. (2007). Werbende Audiohäppchen. In: welt.de. 18.07.2006. Online
  26. Lodzinska, M. / Rosenberger, C. (2007). eBay: Eine bunte Welt für Augen und Ohren. In: Pleil, T. (Hrsg.). Online-PR im Web 2.0. Fallbeispiele aus Wirtschaft und Politik. S. 192-203. 1. Aufl. Konstanz
  27. Lupp, J. (2007). Jokers: Imagebuilding mit Voiceletter und Audio-Krimi. In: Pleil, T. (Hrsg.). Online-PR im Web 2.0. Fallbeispiele aus Wirtschaft und Politik. S. 216-225. 1. Aufl. Konstanz
  28. Magnus, S. (2007). Vertriebsqualifizierung mit Podcasting bei Opel. In: Der Podcaster, No. 9,S. 7-8. Online-PDF
  29. Manger, M. (2007). Ikea: Entdecke deine Möglichkeiten – Web 2.0 als Lösung für die Personalabteilung. In: Pleil, T. (Hrsg.). Online-PR im Web 2.0. Fallbeispiele aus Wirtschaft und Politik. S. 204-215. 1. Aufl. Konstanz
  30. Mast, C. (2006). Unternehmenskommunikation. 2. Aufl. Stuttgart
  31. o.V. (2006). Einfach machen – so lautet die Devise. In: CPWISSEN. 15. 04. 2006. Online
  32. o.V. (2006). Mehr als nur Werbung auf einer MP3-Datei. In: textintern, No. 89. Online-PDF
  33. o.V. (2006). Vodcasting in der Unternehmenskommunikation. In: CPWISSEN. 15. 07. 2006. Online
  34. o.V. (2007). Cash und Karriere. In: CPWISSEN. 01.01.2007. Online
  35. o.V. (2007). HP präsentiert Gscheitmaier. In: Pressebox.at. Online
  36. o.V. (2007). Note: Ungenügend. In: CPWISSEN. 03. 06. 2007. Online
  37. o.V. (2007). Nur für Spürnasen. In: CPWISSEN. 20. 08. 2007. Online
  38. o.V. (2007). Pod-Spott. In: CPWISSEN. 15. 01. 2007. Online
  39. o.V. (2007). Umfrage: Satte Mehrheit der Finanzberater für Podcasts offen. In: fondsprofessionell.at. Online
  40. Paulus, A. / Schmidt, J. (2007). Frankfurter Buchmesse: Live von der Buchmesse 2006. In: Pleil, T. (Hrsg.). Online-PR im Web 2.0. Fallbeispiele aus Wirtschaft und Politik. S. 176-190. 1. Aufl. Konstanz
  41. Pfeifle, J. (2006). Podcasting in der Unternehmenskommunikation – Podcasts als Werbemittel und Werbeträger mit Zukunft? Diplomarbeit Hochschule Pforzheim, Fakultät für Wirtschaft und Recht. Ebhausen
  42. Pleil, T. (2007a). Online-PR zwischen digitalem Monolog und vernetzter Kommunikation. In: Pleil, T. (Hrsg.). Online-PR im Web 2.0. Fallbeispiele aus Wirtschaft und Politik. S. 10-33. 1. Aufl. Konstanz
  43. Pleil, T. (2007b). Podcasting – Offener Kanal reloaded oder nur ein neuer Vertriebskanal?. In: Diemand, V. / Mangold M. / Weibel, P. (Hrsg.) Weblogs, Podcasting und Videojournalismus. S. 173-192. 1. Aufl. Hannover
  44. Radvilas, H. (2007). «Wir müssen auf neue Medien setzen». In: Horizont No. 25, S. 30
  45. Ridder, M. (2007). Neue Medien stehen im Fokus. In Horizont, No. 10, S. 38
  46. Rischanek, U. (2007) Wie Unternehmen Podcasts einsetzen. In: Standart.at (06.08.2007,11:25 MESZ). Online
  47. Roelli, P. (2007). Ein Medienformat der digitalen Generation. In: Computerworld. 07.09.2007. S. 16-17
  48. Romppel, A. (2007). Business Podcasting: Unternehmensradio für die Kundengemeinde. Online
  49. Ronellenfitsch, N. (2007). BMW: «Branded Information». In: Pleil, T. (Hrsg.). Online-PR im Web 2.0. Fallbeispiele aus Wirtschaft und Politik. S. 34-51. 1. Aufl. Konstanz
  50. Schneider, G. (2006a). Neue Wege zum Kunden. In: Horizont, No. 46, S. 58
  51. Schneider, G. (2006b). «Print muss sich online und mobil verzahnen». In: Horizont, No. 26, S. 52
  52. Schweizerische Post. (2007). Online-Kurs «Podcast»: Teil 1 «Einführung» Online, Teil 2 «Konzeption» Online, Teil 3 «Produktion» Online, Teil 4 «Vermarktung / Erfolgskontrolle» Online
  53. van Aaken, G. (2005). Ich bin der Sender. Diplomarbeit Fachhochschule Mainz. Online-PDF
  54. Wanhoff, T. (2007). Podcast: Das 1x1 für Journalisten. In: Journalistenwerkstatt. Salzburg-Eugendorf
  55. Weill, C. (2007). Am Anfang war der Sound. In: persönlich blau, Mai 2007, S. 80-83. Rapperswil
  56. Wunschel, A. (2007a). Die deutschen Podcast Hörer: Zusammenfassung der Ergebnisse und Erkenntnisse der zweiten Podcastumfrage. Online-PDF
  57. Wunschel, A. (2007b). Ein Blick auf Podcasting in Deutschland. In: Schwarz, T. (Hrsg.) Leitfaden Online Marketing. S. 648-658. 1. Aufl. Waghäusel
  58. Wunschel, A. (2007c). Podcasting – Bestandesaufnahme aktueller Ansätze von Business-Modellen. In: Diemand, V. / Mangold M. / Weibel, P. (Hrsg.) Weblogs, Podcasting und Videojournalismus. S. 155-172. 1. Aufl. Hannover
  59. Zettel, C. (2007). Corporate Podcasting auf dem Vormarsch. In: pressetext.austria. Online
  60. Zerfass, A. / Boelter, D. (2005). Die neuen Meinungsmacher. Weblogs als Herausforderung für Kampagnen, Marketing, PR und Medien. 1. Aufl. Graz

Zur Übersichtsseite der bisher erschienen Posts zur Diplomarbeit «Podcasts in der Unternehmenskommunikation: Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum».

Technorati Tags: ,

9. November 2007

Navigator Podcast im Doppelpack

Die aktuelle Folge des Intercultural Navigator gibts gleich doppelt. Denn wir können gleich zwei Jubiläen feiern: DIe zehnte Folge des Navigator Podcasts und das zehnjährige Bestehen des Intercultural Navigators, dem Diplomlehrgang für Führung und Projektmanagement.

Im September fand ein Jubiläumsfest in Bern statt - und ich nahm da verschiedene Gespräche auf. Als ich alles montierte ergab sich eine Riesenfolge von fast 20 MInuten. Deutlich mehr als die üblichen 12 bis 15 Minuten.

Was tun? Denn die Gespräche waren spannend und es wäre schade gewesen, etwas wegzuschneiden. Also haben wir uns entschieden, zwei Folgen daraus zu machen. Das Doppeljubiläum ist ja auch sicher eine Doppelfolge wert.

Aufgeteilt haben wir es so:
  • Der erste Teil, Folge 10 (anhören, als MP-3-Datei herunterladen), stellt drei Projekte vor, die im Rahmen des Diplomlehrgangs entstanden sind oder weiterentwickelt wurden: hi sisters!, MULTIMONDO und ferrum helveticum. Zusammen mit einem kurzen Interview mit dem Ausbildungsleiter Matti Straub-Fischer ergibt das eine reguäre Folge von 15 Minuten.
  • Der zweite Teil, Folge 11 (anhören, als MP3-Datei herunterladen), ist dann gewissermassen ein Bonus Track: Vier kurze Porträts von ehemaligen und aktuellen Teilnehmerinnen und Teilnehmern: 6 knappe, spannende Minuten.
Die Interviews mit den Projekten und die Kurzporträts werden wir noch weiterverarbeiten: Wir bauen die Audio-Dateien in die Website ein, denn sie geben einen guten Einblick, wie der Diplomlehrgang funktioniert und für welche Leute er passt.

Technorati Tags: ,

8. November 2007

Wie lange darf eine Podcast-Episode sein und wie häufig soll ein Podcast erscheinen?

Im dritten Teil der Ergebnisse der Umfrage «Podcasting in der integrierten Unternehmenskommunikation - Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» zeige ich auf:
  • Was als optimale Länge einer Podcast-Episode betrachtet wird, wie lange die Episoden wirklich sind und was sich die Hörer wünschen.
  • Wie häufig Corporate Podcasts erscheinen, wie häufig sie erscheinen sollten und was die Hörer erwarten.
Die Frage ist naheliegend: Wie lange darf eine Episode eines Corporate Podcasts eigentlich sein?

In der Praxis variiert die Länge stark: 2 bis 3 Minuten dauern die kürzesten, 25 Minuten der längste untersuchte Podcast. «Der Chemie Reporter» respektive «Helmholtz: Schon gewusst?» sind kurze Beiträge, die sich jeweils um eine einzige Frage drehen – «Der Training-Podcast für Führungskräfte» von perfact training ist hingegen wie ein Trainings-Seminar aufgebaut und geht ensprechend ins Detail.

Die durchschnittliche Länge der untersuchten Corporate Podcasts liegt bei knapp 10 Minuten.

Fragt man Corporate Podcaster und Podcasting-Experten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie lang eine Podcast-Episode im Idealfall ist, so kommen sie auf eine kürzere Antwort. Am häufigsten genannt wird «7 bis 10 Minuten», knapp ein Drittel der Befragten tendieren zu dieser Zeitdauer. Auch der Durchschnitt aller Antworten liegt in diesem Bereich: 7 Minuten und 45 Sekunden wird als optimale Länge für eine Podcast-Episode angesehen.

Dabei ist ein Unterschied zwischen den Corporate Podcastern und den Podcasting-Experten ersichtlich:
  • Corporate Podcaster betrachten 7 Minuten und 13 Sekunden als optimale Länge für eine Podcast-Episode,
  • Podcasting-Experten nennen 8 Minuten und 13 Sekunden.
Dieser Unterschied darf nicht überbewertet werden, denn es wird von beiden Seiten anerkannt, dass die Länge der einzelnen Episoden durchaus schwanken darf. Vier Fünftel aller Befragten sind dieser Meinung. Allerdings sollten sich diese Schwankungen im Rahmen halten, damit die Hörerinnen und Hörer im Voraus wissen, worauf sie sich einzustellen haben. Die Länge einer einzelnen Episode ergibt sich aus der Ergiebigkeit des aktuellen Themas. Wenn es einmal aber sehr viel zu sagen gibt, so sollte das Thema auf verschiedene Episoden aufgeteilt werden. Oder ein Thema kann ausgegliedert und als Spezial-Episode veröffentlicht werden.

Optimale Länge der Corporate Podcasts
Corporate-Podcast-Umfrage: Optimale Länge von Podcast-Episoden
Als optimale durchschnittliche Länge einer Podcast-Episode werden 7 Minuten 45 Sekunden angesehen.


Interessant ist, dass die Hörer bereit sind, viel länger zuzuhören: 19,1 Minuten dauert in ihren Augen ein optimaler Podcast (Quelle: Die deutschen Podcast-Hörer: Zusammenfassung der Ergebnisse und Erkenntnisse der zweiten Podcastumfrage). Dies entspricht zumindest in Deutschland ziemlich genau der durchschnittlichen Länge des einfachen Weges zur Arbeit oder zur Ausbildungsstätte. Eine mögliche Faustregel - sie wird zum Teil in den USA mit Commutainment umschrieben - ist also die durchschnittliche Pendlerzeit als Länge einer Episode zu nehmen. Doch: Auch wenn die Hörer grundsätzlich soviel Hörzeit zur Verfügung haben - es muss den Unternehmen erst einmal gelingen, Inhalte zu produzieren, die auch so lange fesseln.

Corporate Podcasts erscheinen weniger häufig, als sich die Hörer wünschen

Nicht nur das «Wie lange?» ist wichtig, sondern auch das «Wie häufig?» Diese Frage ist aus Unternehmenssicht auch insofern relevant, dass sie einen grossen Einfluss auf die benötigten Ressourcen hat. Dass diese Ressourcen beschränkt sind, zeigt sich darin, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als die Hälfte der untersuchten Corporate Podcasts höchstens alle zwei Wochen erscheinen.

Den höchsten Rythmus hält das Podcasting-Portal der Österreichischen Bundesbahn ÖBB durch. Da gibt es sogar mehrmals täglich aktuelle News. Dies ist allerdings nur möglich, weil viele Inhalte von externen Partnern (Radio Ö3, Nachrichtenagentur APA) geliefert werden.

Der hohe Anteil an «andere»-Anworten liegt darin begründet, dass zahlreiche Unternhemen unregelmässig oder bei Bedarf Folgen online stellen. Es ist durchaus möglich, Podcasts Event-bezogen einzusetzen. Ein Beispiel dafür sind die Podcasts der Frankfurter Buchmesse.

Erscheinungshäufigkeit von Corporate Podcasts
Corporate-Podcast-Umfrage: Erscheinungshäufigkeit von Corporate Podcasts
Die meisten Corporate Podcasts erscheinen monatlich oder bei Bedarf. Kürzere Erscheinungsrhythmen sind seltener.


Was nur gerade die Hälfte der Unternehmen schafft, wird als optimal angesehen. Denn zweiwöchentlich sollte ein Podcast schon erscheinen, sind sich Corporate Podcaster und Podcasting-Experten einig. Die Hörer wünschen sich sogar eine wöchentliche Erscheinungsweise (Quelle: Die deutschen Podcast-Hörer: Zusammenfassung der Ergebnisse und Erkenntnisse der zweiten Podcastumfrage). Einen solchen Rhythmus aufrecht zu erhalten, stellt grosse Anforderungen an die Produktion. Die Vorlaufzeiten sind dafür in den meisten Unternehmen (noch) zu lang.

Optimaler Erscheinungsrhythmus von Corporate Podcasts
Corporate-Podcast-Umfrage: Optimaler Erscheinungsrhythmus von Corporate Podcasts
Drei von fünf Antwortenden finden, dass Corporate Podcasts mindestens alle zwei Wochen erscheinen sollten.


Die Frage des Erscheinungsrythmus - wie auch jene der Länge jeder Episode - ist natürlich ein wichtiges Element des Gesamtkonzeptes und kann daher davon losgelöst nicht abschliessend beantwortet werden.

In beiden Fällen lässt sich aber sagen, dass die Hörerinnen und Hörer grundsätzlich zu intensiverer Podcast-Nutzung bereit sind, als das, was die Unternehmen gegenwärtig zu liefern vermögen. Bei der Erscheinungshäufigkeit muss angefügt werden, dass diese nur ein Angebot an die Hörerinnen und Hörer ist - im Gegensatz zu Radio und Fernsehen ist bei Podcasts niemand gezwungen, diese auch im vorgegebenen Rhythmus zu konsumieren. Trotzdem: Gewohnheiten geben Sicherheit und daher ist eine regelmässige Erscheinungsweise empfehlenswert.


Im vierten Teil der Resultate der Online-Umfrage «Podcasting in der integrierten Unternehmenskommunikation - Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» gehe ich dann der Frage nach, welche Inhalte sich fürs Corporate Podcasting eignen.

Zurück zur Übersichtsseite der Umfrage-Resultate.

Technorati Tags: ,

7. November 2007

Mehr als die Hälfte der Schweizer Unternehmen podcasten

Zu diesem Schluss könnte man kommen, wenn man die aktuelle Studie «Umgang von Schweizer Unternehmen und Organisationen mit dem Social Web» anschaut. Die Studie wurde vom MAZ, der Schweizer Journalistenschule und Bernet PR durchgeführt (PDF-Download des Summarys / PDF-Download der Studie / Wichtigste Ergebnisse im Bernet-Blog).

Befragt wurden im August und September insgesamt 104 Personen aus
  • 42 der 200 grössten Schweizer Unternehmen
  • 7 politischen Verwaltungen
  • 25 Nichtregierungsorganisationen (NGO)
  • 5 Verbänden
  • 25 Organisationen, die sich nicht klassiert haben
Die Zahlen für Podcasting sind auf den ersten Blick imposant (S. 6 der Studie, unter dem Titel «Podcasts: Die Website wird multimedial»):
  • 45,7% bieten Video an, (62,2% der Unternehmen, 42,9% der Verwaltungen, 12,5% der NGOs, 20% der Verbände)
  • 37,8% bieten Audio an (50% der Unternehmen, 40% der Verwaltungen, 19% der NGOs, 25% der Verbände)
  • 17,4% aller Befragten planen die Einführung von Video
  • 17,1% aller Befragten planen planen die Einführung von Audio
Wenn man allerding etwas genauer hinschaut, dann wird klar, dass die Frage lautete «Bieten Sie auf Ihrer eigenen Website die folgenden Angebote?», mit den Antwort-Möglichkeiten «Videos», «Audio-Inhalte« und «text-to-speech».

Wenn ich in Betracht ziehe, wie wenig viele Kommunikationsfachleute über Podcasts wissen, so kann diese Vermischung nicht überraschen. Nicht jedes Video-Filmchen, nicht jedes MP3-File ist auch gleich ein Podcast. Dass die Definition von Podcasts im Anhang der Studie (S. 21) korrekt ist, behebt diese Verwirrung nicht.

Trotzdem: Es ist gut zu wissen, dass zwei Drittel der Unternehmen in der Schweiz schon Erfahrungen mit Video und die Hälfte mit Audio gesammelt haben. Da sollte eine Basis für Podcasting eigentlich vorhanden sein. Und - wie ich andernorts schon erwähnt habe - Podcasts sind nicht nur ein Medium, sondern auch ein Kanal. Ein Kanal, der genutzt werden kann, bestehende Inhalte zu verbreiten und zusätzlichen Nutzerkreisen zugänglich zu machen.

Denn Podcasts können eines, was Streaming-Medien nicht können; nämlich dank der Abo-Funktion per RSS eine engere Bindung zwischen Sender und Empfänger herstellen. Und hier - so zeigt die Studie auch - bleibt Raum für Verbesserungen: Gerade mal 13,4% aller befragten Organisationen bieten die Möglichkeit, per RSS Online-Inhalte aus ihrer Website zu abonnieren.

Technorati Tags: ,

6. November 2007

Corporate Publishing wirkt

Was bringt eine Kundenzeitschrift, mag man sich fragen.

Ein spannendes Beispiel, was Corporate Publishing auslösen kann, zeigt CP Wissen. Und zwar am Geschäftkundenmagazin dialogue von Swisscom, über das ich vor kurzem auch schon berichtet habe.

Und hoffentlich stimmt das Gerücht. Ich warte auf so ein Ding.

Technorati Tags: ,

5. November 2007

Welches Format ist für Corporate Podcasts das richtige?

Im zweiten Teil der Ergebnisse der Umfrage «Podcasting in der integrierten Unternehmenskommunikation - Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» betrachten wir:
  • welche Formate im Corporate Podcasting eingesetzt werden,
  • welches Potenzial diesen Formaten für die Zukunft vorausgesagt wird,
  • welche Stärken und Schwächen Audio respektive Video haben,
  • und welche interaktiven und verlinkten Video-Formate bereits bestehen.
Ganz im ursprünglichen Sinn steht bei Unternehmen im deutschsprachigen Raum der Begriff «Podcast» noch für Audio-Podcast. Drei Viertel aller von Unternehmen produzierter Podcasts sind auditiv. Trotz der offensichtlichen Vorteile wie direkt anwählbare Kapitel oder einblendbare Bilder wird das Apple-Enhanced-Format kaum eingesetzt. Der Grund dafür liegt darin, dass mit diesem Format der potenzielle Nutzerkreis auf iPod-Besitzer beschränkt wird. Videos werden von den befragten Unternehmen noch wenig eingesetzt.

Eine gelungene Anwendung des Apple-Enhanced-Formats ist die «Bruno Bondi Show». Durch das schnelle Einblenden vieler Bilder erhielt sie bis Episode 21 einen sehr eigenständigen Charakter. Allerdings gelang es den Machern recht gut, diesen Charakter ab Episode 22 ins Video-Format zu übertragen.

Formate im Corporate Podcasting
Corporate-Podcast-Umfrage: Verwendete Formate
Audio ist Trumpf: Rund drei Viertel der Unternehmen setzen darauf.


Podcasting-Experten wie Corporate Podcaster schätzen das Entwicklungspotenzial von Video als Podcast-Format am positivsten ein. Geteilt sind die Meinungen das Apple-Enhanced-Format betreffend, vor allem unter den Podcasting-Experten. Das pessimistischere Szenario würde bedeuten, dass Apple-Enhanced nicht über eine sehr kleine Nische hinauskäme.

Ein Podcasting-Experte sieht «Podcast-Episoden der Zukunft als eine Mischung von Audio, Bildern, Video und Flash-Sequenzen und dann auch Interaktionen und Verlinkung. Also ein Enhanced-Format für alle». Solche interaktive und verlinkte Video-Formate gibt es bereits, auch wenn sie von Corporate Podcaster im deutschsprachigen Raum noch nicht eingesetzt werden. Ein Beispiel ist viddler.com: Damit können Videos mit Tags auf der Zeitachse versehen werden, die von Suchmaschinen indiziert werden. So kann der Inhalt von Podcasts direkt für Suchmaschinen zugänglich gemacht werden. Ebenso können die Nutzer direkt auf der Zeitachse schriftliche Kommentare und Video-Kommentare einfügen. Wie das die Interaktivität in einem Corporate Podcast erhöht, zeigt das Beispiel tv.winelibrary.com: Dank Tags lassen sich die mittlerweilen weit über 300 Folgen nach den degustierten Weinen durchsuchen.

Generell zeigt sich, dass es bis zu einem gewissen Grad eine Glaubensfrage ist, ob man Video oder Audio die grösse Chance gibt.
  • Für Audio spricht: Deutlich tiefere Produktionskosten, Schnelligkeit und Flexibilität, Nutzbarkeit an neuen Orten (Auto, Sport etc.)
  • Für Video spricht: Verstärkung der Botschaft durch BIlder, höhere Wirkung
Der Podcasting-Experte Alex Wunschel sagte am 2. Schweizer Podcasttag, dass Video rund viermal so aufwändig in der Produktion sei und viermal teurer, dass aber auch die Wirkung rund viermal grösser sei. Lukas Bernays, Spezialist für Audio-Branding, argumentiert hingegen, dass die Omnipräsenz von Audio eine enge Bindung zwischen Hörer und Unternehmen möglich mache. Etwa wenn der CEO eines Unternehmens auf einmal im eigenen Auto, auf dem eigenen Handy präsent sei (PodTalk Nr. 5 bei 07:14).

Potenzial der verschiedenen Podcast-Formate
Corporate-Podcast-Umfrage: Potenzial der Formate
Alle Formate von Podcasting – Audio, Apple Enhanced wie Video – werden in der Unternehmenskommunikation zunehmen, Video am stärksten.


Im dritten Teil der Resultate der Online-Umfrage «Podcasting in der integrierten Unternehmenskommunikation - Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» zeige ich dann, wie lange eine Podcast-Episode sein sollte was der optimale Erscheinungsrhythmus eines Podcasts ist.

Zurück zur Übersichtsseite der Umfrage-Resultate.

Technorati Tags: ,

1. November 2007

Wer Corporate Podcasts einsetzt und wer beratend tätig ist

Im ersten Teil der Ergebnisse der Umfrage «Podcasting in der integrierten Unternehmenskommunikation - Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» zeige ich auf:
  • dass Podcasting in fast allen Branchen angekommen ist,
  • dass vor allem ganz grosse und ganz kleine Unternehmen podcasten,
  • dass der Erfahrunghorizont der Corporate Podcaster wie auch der Podcasting-Experten noch kurz ist
  • und dass die Dienstleister für Corporate Podcasting ein ein breites Angebot abdecken.
Die Online Umfrage fand zwischen dem 24. Juli und 7. September 2007 statt. 53 Personen nahmen insgesamt teil, 27 Corporate Podcaster und 26 Podcasting-Experten. Corporate Podcaster sind für die Podcasts ihres Unternehmens verantwortlich. Podcasting-Experten sind Dienstleister, Berater, Marketing-Spezialisten etc., die sich mit Podcasting auseinander setzen und meist auch Dienstleistungen rund ums Corporate Podcasting anbieten.

Nach Ländern teilen sich die Teilnehmenden wie folgt auf:
  • 39 aus Deutschland (19 Corporate Podcaster, 20 Experten)
  • 5 aus Österreich (3 Corporate Podcaster, 2 Experten)
  • 9 aus der Schweiz (5 Podcaster, 4 Experten).
Ergänzt wurde die Online-Umfrage durch fünf Experteninterviews, die als PodTalks erschienen sind.

Die Grösse der Stichprobe erlaubt einen Vergleich zwischen den Ansichten von Corporate Podcastern und Podcasting-Experten. Weitere Aufteilungen (z. B. nach Ländern oder Unternehmensgrössen) sind wenig sinnvoll, denn die Teilstichproben sind dafür zu klein.

Unter den podcastenden Unternehmen sind ganz unterschiedliche Branchen vertreten:
  • Informatik / Telekom: 5
  • Banken / Versicherungen: 5
  • Maschinen- / Anlage- / Autobau: 3
  • Marketing / Werbung / Kommunikation: 2
  • Chemie / Pharma / Biotechnologie / Medizinaltechnik: 1
  • Logistik / Transport / Post- und Kurierdienste: 1
  • E-Commerce: 1
  • Handel / Detailhandel: 1
  • andere: 8
Weitet man den Blick über die in der Umfrage abgebildeten Unternehmen aus, so lässt sich feststellen, dass es im deutschsprachigen Raum mittlerweile fast in jeder Branche mindestens ein Unternehmen gibt, das Podcasts einsetzt. Einen guten Überblick über die Angebote bietet die Liste «Podcasts von Unternehmen, Marken und Institutionen in Deutschland, Österreich und Schweiz».

Auffallend ist, dass vor allem ganz grosse Unternehmen und ganz kleine Unternehmen Podcasts einsetzen. Mit der Grösse der Unternehmen wachsen meist auch die Kommunikationsabteilungen und so steigen die Chancen, dass sich jemand mit audiovisuellen Medien allgemein und Podcasting im Speziellen auseinander setzt. Auch sind die Budgets vorhanden. Kleine Unternehmen sind hingegen flexibel genug, um Neues auszuprobieren. Unter den kleinen Corporate Podcastern finden sich auch Agenturen, die damit ihre Kompetenz als Podcast-Dienstleister zeigen.

Grösse der podcastenden Unternehmen
Corporate-Podcast-Umfrage: Grösse der podcastenden Unternehmen
Ganz grosse und ganz kleine Unternehmen podcasten - in der Mitte klafft eine Lücke.


Der Erfahrunghorizont der Corporate Podcaster ist noch recht kurz. Im Durchschnitt waren die Podcasts zum Zeitpunkt der Erhebung 10 Monate alt - IBM Deutschland mit «Experten im Gespräch» konnte mit 22 Monaten auf die längste Podcasting-Erfahrung zurückblicken. Der jüngste Podcast war gerade mal 1 Monat alt.

Die Anzahl Episoden, auf welche die Podcaster zurückblicken können, variieren von 1 bis etwa 35. Ebay mit «Marktplatz 1», SAP (intern) und Opel mit dem Händler Podcast (intern) gehören zu jenen mit dem grössten Erfahrungsschatz. Im Schnitt sind pro Podcast bisher 13,8 Episoden erschienen. Ein Spezialfall ist das Podcast-Portal der Österreichischen Bundesbahnen ÖBB, das vergleichbar mit dem Bordunterhaltungssystem in Flugzeugen eine grosse Anzahl von Inhalten aus unterschiedlichen Quellen bietet. Um die Zahlen nicht zu verzerren, wurde das ÖBB-Portal bei diesen Berechnungen nicht berücksichtigt.

Dass Podcasting noch ein junges Medium ist, zeigt sich auch darin, dass selbst die Podcasting-Experten sich noch nicht lange damit beschäftigen. Bei über der Hälfte sind es zwei Jahre oder kürzer. Auch die Zahl von Podcasts, an deren Produktion sie beteiligt waren, ist eher klein. Nur gerade zwei von fünf Corporate Podcastern waren an mehr als drei Podcasts beteiligt. Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen, denn die Podcasting-Experten wurden gebeten, konkrete Podcasts mit Namen des Unternehmens anzugeben. Es gehört jedoch zum Alltag eines Dienstleisters, dass nicht jeder Kunde namentlich erwähnt werden darf.

Erfahrunghorizont der Corporate Podcaster
Corporate-Podcast-Umfrage: Erfahrungshorizont der Corporate Podcaster
Podcasting ist ein junges Medium: Selbst die Mehrzahl der Podcasting-Experten hat einen Erfahrungshorizont von maximal zwei Jahren und war höchstens an drei Podcasts beteiligt.

Zwei Drittel der befragten Podcasting-Experten positionieren sich als Full-Service Anbieter im Bereich Podcasting – der gleiche Prozentsatz ist beratend tätig. Andere Dienstleister sind nur in Teilbereichen tätig. Diese Zahlen sagen auch etwas über den Hintergrund dieser Dienstleister aus: die Hälfte sind allgemein als Dienstleister in Marketing und Kommunikation tätig, etwa zwei von fünf kommen aus dem Corporate Publishing, ein gutes Drittel aus dem technischen Bereich, zum Beispiel als Tonstudio und ein gutes Viertel sind Journalisten.

Angebot der Dienstleister im Corporate Podcasting
Corporate-Podcast-Umfrage: Dienstleistungsangebot der Podcasting-Experten
Die meisten Dienstleister für Corporate Podcasting positionieren sich als Full-Service-Agenturen in ihrem Bereich (Mehrfachnennung möglich).

Im zweiten Teil der Resultate der Online Umfrage «Podcasting in der integrierten Unternehmenskommunikation - Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» zeige ich dann, welche Formate im Corporate Podcasting eingesetzt werden und wie das Potenzial dieser Formate eingeschätzt wird.

Zurück zur Übersichtsseite der Umfrage-Resultate.

Technorati Tags: