31. März 2008

So klingt die NZZ

Bei der NZZ scheint sich in Sachen Audio etwas zu tun. Gut vesteckt sind in den letzten Wochen auf NZZ Online einige Audio-Files erschienen.
Erstaunlich ist der grosse Qualitätsunterschied: Der erste Beitrag könnte - abgesehen von der Länge - wohl bei mancher Radiostation laufen, während das Interview einige recht wüste Schnitte und akustische Schwankungen aufweist. Der Sportkommentar hingegen ist geradezu unzumutbar: Da ging bei der Aufnahme oder der Verarbeitung etwas gehörig schief.

NZZ Online scheint also noch zu experimentieren. Das erklärt wohl auch, warum eine direkte Abspielmögilchkeit per Flash-Player fehlt und warum die Audio-Dateien so gut versteckt sind.

Ich bin aber gespannt, was sich da noch entwickelt. Gibt es bald einen NZZ-Podcast?

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27. März 2008

Arme Deutsche, armes Deutsch

Auch wenn wir beim Fussball gegen unsere nördlichen Nachbarn keinen Stich haben - wir fahren allerlei ungeheurliches Gerät auf, um sie aus dem Konzept zu bringen: Velos, Töffs, Töfflis, Camions, Cars, Tram… Dass es da einem Deutschen im Schweizer Verkehr trümmlig wird, erstaunt nicht.

Mit einigem Staunen und Witz berichtet Bastian Sick in seiner aktuellen Sprachkolumne Zwiebelfisch über Helvetismen: Schweizgebadet.

Der Text ist auch ein guter Selbsttest für uns Schweizer: Denn - Hand aufs Herz - wer hätte jeden der Helvetismen als solchen erkannt und das richtige hochdeutsche Pendant gefunden?

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Netzwerk der Fachblogger gegründet

Heute morgen hat mich eine Einladungs-Mail zur Gruppe «Fachblogger der Schweiz» erreicht.

Der Initiant Simon Künzler schreibt:

«Zweck dieser Gruppe ist es, ein Gegengewicht zu den «Wald-und-Wiesen- Bloggern» zu bilden. Mit der Fachgruppe möchten wir uns innerhalb der Schweizer Blogosphäre austauschen, organisieren und Anlaufstelle für Fachfragen sein. Geplant ist auch, dass wir uns nicht nur virtuell sondern einmal pro Jahr auch real treffen. Es entstehen keine Teilnahmegebühren und keine weiteren Verpflichtungen.»

Tönt spanend. Mal schauen, was draus wird. Auf jeden Fall bin ich für den Moment dabei.

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19. März 2008

Ein neues Blogverzeichnis

Die Schweiz erscheint wieder mal ein neues Blogverzeichnis zu bekommen: blogverzeichnis.ch.

Sieht ja ganz nett aus - bloss fehlt das texterblog noch. Darum habe ich mich sogleich angemeldet.

Mal schauen, wie sich dieses Verzeichnis entwickelt - die Referrals werden es zeigen.

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17. März 2008

Radio 1 on air aber offline

Für die Website hat es offensichtlich nicht mehr gereicht - zumindest ist sie gegenwärtig nicht erreichbar: http://www.radio1.ch.

Trotzdem: Guten Start an Radio 1.

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15. März 2008

Kinderporträts aus dem Kaukasus

Vor Kurzem war ich für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA im Nordkaukasus, genauer in Nordossetien, Tschetschenien und Inguschetien. Ich leistete diesen Einsatz als Mitglied des Korps für humanitäre Hilfe, SKH.

Die Reportage über die Arbeit der DEZA vor Ort wird nach Ostern erscheinen.

Hier vorab ein paar Bilder. Zu meinem Auftrag gehörte es auch, die Projekte fotografisch zu dokumentieren, obwohl ich in erster Linie ja Texter bin und nicht Fotograf.

Ich besuchte mehrere Projekte, von denen Kinder profitieren - dem Wiederaufbau von Schulen in Tschetschenien und dem psychosoziale Progmm für Kinder, die vom Geiseldrama in Beslan betroffen waren. Hier eine kleine Auswahl.





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14. März 2008

Diplomarbeit über Corporate Podcasts als E-Paper

PDFs herunterladen zu können ist ja ganz schön - wirklich zeitgemäss ist es allerdings nicht mehr. E-Paper sind da viel moderner. Darum habe ich jetzt mit issuu meine Diplomarbeit über «Podcasts in der integrierten Unternehmenskommunikation - Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum» als E-Paper publiziert.

Einfach durchklicken.





Damit befinde ich mich in bester Gesellschaft: Die NZZ publiziert verschiedene Beilagen mit issuu, zum Beispiel NZZ campus, den Sonderdruck zum 175-Jahr Jubiläum der Uni Zürich oder das Magazin Z.

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Wer nutzt Corporate Blogs?

Ja, wer nutzt eigentlich Corporate Blogs? Ich frage nicht nach Unternehmen, die Corporate Blogs einsetzen - nein, ich frage nach den Web Usern, die Corporate Blogs lesen und kommentieren.

Dominik Schneider hat die Fragen in seiner Master-Diplomarbeit untersucht. Seine Kurzzusammenfassung:
Die in dieser Studie untersuchten Rezipienten sind eine hochspezialisierte Gruppe von jungen, gutgebildeten und informationshungrigen Vielnutzern, welche Informationen über neue Kommunikations-Trends im Internet und Inhalte aus Corporate Blogs aktiv über (digitale) interpersonale Kommunikationskanäle weiterverbreiten. Guter Inhalt, Quellentransparenz und eine Kommentarfunktion sind primäre Einflussfaktoren für die Glaubwürdigkeit eines Corporate Blogs.
Dominik hat die Diplomarbeit mit dem sinnmacherblog begleitet. Von dort stammt auch diese Präsentation.

Welches Mikrofon ist das richtige?

Podcaster sind schnell mit der Frage nach dem richtigen Mikrofon konfrontiert. Und wer kein Tontechniker ist, sieht sich da bald einmal überfordert. Die Auswahl ist riesig, es gibt kein Mikrofon, das für alle Zwecke geeignet ist.

Besonders schwierig ist es, ein gutes Mikrofon für Aufnahmen unterwegs zu finden. Denn bei vielen Mikrofonen, die auf dem Ständer sehr gut tönen, machen sich beim Betrieb aus der Hand störende Geräusche bemerkbar. Ein eigentliches Reportermikrofon muss her.

Leider wissen die wenigsten Mikrofonverkäufer Bescheid über Reportermikrofone. Denn sie sind in erster Linie auf Musiker und Studios ausgerichtet.

Der deutsche Online-Versandhändler Thomann hilft weiter: Mit einem Onlineratgeber für Reportermikrofone und einem Produktvergleich für Reportermikrofone.

Schade bloss, dass Thomann nicht in die Schweiz zu liefern scheint.

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Und es bewegt sich doch nicht

Egal was man vom neuen Corporate Design der Swisscom hält - die Meinungen gehen da weit auseinander - eines erstaunt mich doch.

Das neue Logo wird uns so verkauft: «Die Swisscom bewegt sich. Jetzt auch im Logo.»

Bloss: Auf der pinselrenovierten Website präsentiert sich das Logo bocksteif.

Bewegt sich die Swisscom also doch nicht? Ist der Mut, der sich im Konzept zeigt, bei der Umsetzung schon wieder verflogen?

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13. März 2008

Podcasting und Blogging für Texter

Vor einigen Tagen durfte ich im Rahmen des Lehrgangs «Dipl. Texter / Dipl. Texterin» von schreibszene Schweiz einen Tag zu Blogs und Podcasts in der Unternehmenskommunikation gestalten.

Die Frage ist: Was sollten, was müssen Texterinnen und Texter über Blogs und Podcasts wissen?

Rein aus der Text-Sicht nicht viel. Denn Texten für Podcasts ist nicht viel anders als Texten für Hören allgemein - Texten für Blogs unterscheidet sich nicht gross von Texten fürs Web allgemein. Und diese beiden Bereiche werden in anderen Modulen des Lehrgangs abgedeckt.

Ich habe darum in erster Linie versucht, den Teilnhemerinnen - der einzige Mann im Kurs war krank - näherzubringen, was Blogs und Podcasts sind, wie sie funktionieren und welche Rolle sie in der Unternehmenskommunikation einnehmen können.

Die Präsentationen, die ich verwendet habe, stelle ich hiermit als PDFs online: Corporate Podcasting (4,5 MB) und Corporate Blogging (0,1 MB).






Sowohl für Podcasts als auch für Blogs mussten die Teilnehmerinnen Anwendungsmöglichkeiten für das eigene Unternehmen entwickeln. Die Präsentation der Ideen für Corporate Podcasting haben wir in Form eines Gruppeninterviews gemacht. Dieses ist im aktuellen PodTalk erschienen.

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12. März 2008

PodTalk Nr. 8: Ideen für Corporate Podcasts

Folge Nummer acht von PodTalks, den Expertengesprächen über Corporate Podcasting, will Ideen für neue Corporate Podcasts liefern.

Wer die Corporate-Podcasting-Szene anschaut, gelangt zum Eindruck, dass vielen Unternehmen die Ideen, die Konzepte für Podcasts fehlen.

In einem Seminar, das ich im Rahmen der Ausbildung «Dipl. Texter / dipl. Texterin» von schreibszene Schweiz durchgeführt habe, liess ich die Teilnehmerinnen Ideen für Podcasts in ihren eigenen Unternehmen entwickeln. Konkret ging es um:
  1. eine Firma, die Schliesssysteme herstellt,
  2. einen Zulieferer der Automobilindustrie,
  3. eine Retailbank,
  4. ein Kinderhilfswerk.
Die aktuelle Folge von PodTalks dauert 09 Minuten 55 Sekunden, steht als MP3-Download (7 MB) zur Verfügung.

Oder direkt hier abspielen:



Der Inhalt im Detail:
  • Für ein Unternehmen, das Schliesssysteme herstellt, will Gabi mit einem Podcast Architekten ansprechen. [01:44]. Im Zentrum des Podcasts stehen Geschichten rund um das Thema Sicherheit, etwa in Museen oder auch einem Gefängnis [02:00].
  • Die Firma hat unzählige Referenzen, denn fast jeder Schweizer hat einen Schlüssel von diesem Unternehmen am Schlüsselbund [02:33]. Statt in einem Podcasts werden diese Refernzprojekte heute in einem Kundenmagazin präsentiert: Dort werden Gesamtlösungen aufgezeigt [03:00].
  • Weitere mögliche Zielgruppen sind Liegenschaftsverwaltungen und viele KMU [03:36].
  • Nicole arbeitet für einen Zulieferer in der Autoindustrie und will den Mitarbeitern per Podcast das Qualitätshandbuch näher bringen [04:02]. Dieses wird gegenwärtig eher wenig genutzt.
  • Damit die Themen ankommen, müssten sie witzig, lustig aufbereitet sein [04:43]. Ein konkretes Thema könnte die Zusammenarbeit zwischen Spedition und Verkauf darstellen. [05:08].
  • Für eine Bank mit starker Kundennähe, stellt sich Bettina einen Beratungs-Podcast vor, der auf häufige Anlegerfragen der Kunden eingeht [05:59]. Die Kunden können ihre Fragen über ein bestehendes Beraterzentrum, per Mail oder via Filialen einreichen [06:18].
  • Ein echter Berater beantwortet die Fragen. Für die Kontinuität soll es immer die gleiche Person sein, die kompetent aber mit einer Prise Humor auf die Fragen eingeht [06:31].
  • Die Kunden werden aktiv im Podcast dazu aufgefordert, Fragen zu stellen. Auch in den Filialen und im Kundenmagazin sollen die Kunden aktiv zum Fragenstellen aufgefordert werden. Der Podcast wird eng mit anderen Kommunikationsmassnahmen verzahnt. [07:01].
  • Suzana leitet ein Kinderhilfswerk und möchte Kinder podcasten lassen. Der Anlass für eine Podcast könnte das 10jährige Jubiläum sein [07:37].
  • Die Kinder sollen frei entscheiden, wie sie die Podcasts gestalten wollen. Das Ziel: Zeigen, dass helfen Spass macht. Mit Mikrofon und Musik sind die Jugendlichen leicht zu motivieren [08:01].
  • Für technische Fragen steht den Jugendlichen jemand zur Seite [08:38].
PodTalks erscheinen immer am ersten Mittwoch des Monats, nächste Mal am 2. April.

Zum Abonnieren: http://podtalks.podspot.de/rss in den Podcatcher kopieren oder einfach klicken für das Abo bei iTunes.


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10. März 2008

Erfahrungebericht aus dem CAS Texter

Mein Texter-Kollege Stefan Scherrer von texter.ch steht kurz vor Abschluss des Certificate of Advanced Studies (CAS) Texter bei der textakademie. Da mich Ausbildungen für Texter immer interessieren, habe ich ihn um einen Erfahrungsbericht gebeten.

Als Schnellschreiber hat Stefan sofort geliefert:

Als Bewerber für den Eintrag ins Berufsregister (BR) des Texterverbandes habe ich redaktionelle Arbeiten eingegeben. Wie ich gehört habe, hat das die Mehrheit der Bewerber so gehalten. Der Beruf des Texters unterscheidet sich aber grundlegend von dem des Redaktors. Ziel unserer Referenten (Franco Item, Ivo Hajnal) ist es denn, uns auf den «kreativen Sprung» zu bringen.

Das Tandem ist bekannt dafür, Schreibhandwerk kompetent und fundiert zu vermitteln. Dies gilt auch für diesen Lehrgang, steht aber nicht im Zentrum. Schreiben können die Teilnehmer dieses Lehrgangs, teilweise sogar exzellent. Viele von ihnen – und dazu zähle ich auch mich – haben Mühe, sich vom Beschreibenden zu lösen. Diese Blockade hat sich bei mir nun gelöst. Vor allem Gastreferent Michi Rüegg hat bezüglich «kreativem Sprung» intensiv mit uns gearbeitet. Autodidaktisch hatte ich mich schon länger mit Aspekten der Kreativität befasst, nun ist bei mir der Knoten plötzlich geplatzt. Klar, im geschützten Umfeld Schule ist es einfacher, ausgeflippte Ideen zu präsentieren als im beruflichen Alltag.

Die Gastreferenten: Von ihnen haben wir an fast jedem Kurstag profitiert. Einige haben begeisternde Akzente gesetzt, bereichernd waren ihre Beiträge alle. Insbesondere der Tag beim Schweizer Fernsehen zum Thema Multimedia hat uns ermutigende und überraschende mögliche Berufsperspektiven aufgezeigt.

Fazit: Ein inspirierender Lehrgang, von dem ich im Alltag noch oft profitieren werde. Hier ist das Diplom wirklich nur die Kirsche auf der Torte. Als Unternehmer in einer One-Man-Show genoss ich natürlich den Austausch mit den Kollegen besonders. Da sind neue Freundschaften entstanden. Aber das kennen wir ja vom PR-Redaktor. Oder wo haben wir uns kennengelernt?

Danke Stefan.

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6. März 2008

Die eigene Unternehmenssprache finden

«So wie ein Unternehmen durch ein Corporate Design ein einheitliches grafisches Gesicht bekommt, so verleiht ihm die Unternehmenssprache (Corporate Language) eine charakteristische, unverwechselbare Sprache», heisst es in den Textertipp des aktuellen DM-Newsletters von Postmail.

Konkret lauten die Tipps zu einer stimmigen Unternehmenssprache, neudeutsch Corporate Language:
  1. Die Unternehmenssprache muss zum Unternehmen passen.
  2. Das Projekt für die Unternehmenssprache muss von der Geschäftsleitung getragen werden, denn sie spiegelt die Denkhaltung des Unternehmens.
  3. Es braucht einen Leitfaden, der die Unternehmenssprache definiert und mit Beispielen darstellt. Nur so kann eine einheitliche Umsetzung stattfinden.
  4. Damit Mitarbeiter die Vorgaben der Corporate Language umsetzen können, braucht es Workshops und Formulierungshilfen
  5. Die Unternehmenssprache muss in alles einfliessen, was Kundinnen und Kunden von einem Unternehmen zu höhren und lesen bekommen.
DIe Tipps zur Unternehmenssprache im Detail.

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